Vielleicht ist es die wichtigste Festivalausgabe seit Jahrzehnten. Cannes meldet sich mit einem kompletten Programm zurück und mit dem Festival das Kino. Mit einem lauten Knall wird das Erwachen der Branche aus dem erzwungenen Corona-Dornröschenschlaf inszeniert. Und wenn diese gewaltige Premierenmaschine schon immer etwas von einem Ozeandampfer hatte, dann fährt er jetzt mit voller Kraft voraus. Schon im letzten Jahr hatte man sich mit der coronabedingten Absage äußerst schwergetan und sie bis weit in den Mai herausgezögert. Schließlich musste man sich dann mit der Veröffentlichung einer Filmliste und einer nachgeschobenen Wochenendveranstaltung für das örtliche Publikum begnügen.

Heute Abend eröffnet Leos Carax, der streitbare Einzelgänger unter den französischen Autorenfilmern, den Wettbewerb mit einem aufwändigen Musical: „Annette“ spielt in Los Angeles und konfrontiert ein Paar aus dem Showgeschäft mit einem Ereignis, das ihr Leben aus den Angeln hebt – der Geburt einer Tochter. Marion Cotillard und Adam Driver besingen die Schnittstellen von Magie und banalem Alltag, den Wirkungsraum von Carax’ Kinopoesie.

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