Das erste Buch der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch, „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“, war ein Augenöffner, es ging um den Zweiten Weltkrieg. Seit jenem Ausnahmezustand hat es in Europa kein so großes Verbrechen mehr gegen die Menschlichkeit gegeben wie das Massaker von Srebrenica im Bosnienkrieg im Juli 1995. Mehr als 8000 bosnisch-muslimische Männer wurden durch Mitglieder der Armee der Republika Srpska und serbische Paramilitärs ermordet. Der Krieg hat kein weibliches Gesicht, doch Jasmila Zbanic zeigt in ihrem herausragenden Film „Quo vadis, Aida?“, was der Genozid von Srebrenica für die Frauen bedeutete. Er gehörte zur Endauswahl für den Auslandsoscar. Am Ende steht die Widmung „Für die Frauen von Srebrenica und ihre 8372 getöteten Söhne, Väter, Ehemänner, Brüder, Cousins, Nachbarn.“

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