Edward Norton: Seine zwölfte Urgroßmutter war Pocahontas 

Der amerikanische Schauspieler ist in direkter Linie mit der Häuptlingstochter Pocahontas verwandt. Sie galt als „Mutter zweier Nationen“.

Edward Norton, links und Pocahontas.
Edward Norton, links und Pocahontas.imago

Die Welt kennt Pocahontas vor allem als Disney-Prinzessin aus einem Zeichentrickfilm von 1995. Was viele nicht wissen: Ein indigenes Mädchen dieses Namens hat wirklich gelebt, zur Zeit der ersten Siedler im frühen 17. Jahrhundert im heutigen Virginia. Der amerikanische Schauspieler Edward Norton fand nun heraus, dass er in direkter Linie mit Pocahontas verwandt ist. Sie ist Nortons zwölfte Urgroßmutter.

Lange war es nur ein Gerücht in der Familie, dem Norton nicht viel Glauben schenkte. Bis er nun in der Fernsehshow „Finding Your Roots“ bestätigt bekam: Es könne zweifelsfrei zurückverfolgt werden, dass Norton ein direkter Nachfahre von Pocahontas und dem Kolonisten John Rolfe sei. „Da merkst du, was für ein kleiner Teil der Geschichte der Menschheit du bist“, sagte der Schauspieler beeindruckt.

Pocahontas, geboren um 1595 war angeblich die Lieblingstochter des Häuptlings Powhatan und soll sich maßgeblich für ein friedvolleres Verhältnis zwischen den indigenen Stämmen der Virginia-Algonkin und den englischen Kolonisten eingesetzt haben. Der Legende nach rettete sie dem britischen General John Smith das Leben, als sie sich zwischen ihn und ihren Vater warf, der Smith mit einer Keule den Kopf zerschmettern wollte. Später verließ sie ihre Heimat und fing als Ehefrau von John Rolfe unter dem Namen Rebecca Rolfe ein neues Leben in England an. Der Name weist auf die biblische Rebekka hin, die als „Mutter zweier Nationen“ galt. Pocahontas starb allerdings 1617 mit nur 22 Jahren; zwei Jahre zuvor gebar sie ihren einzigen Sohn Thomas Rolfe.

Edward Norton: Sein dritter Urgroßvater hielt Sklaven

Die zweite Erkenntnis, die die TV-Ahnenforschung lieferte, ließ Norton schwer schlucken. Sein dritter Urgroßvater, John Winstead, besaß eine siebenköpfige Sklavenfamilie, darunter fünf junge Mädchen. So was sei für Norton „unbequem“ zu erfahren, sollte es aber auch sein. „Es ist kein Urteil über einen selbst und über die eigene Geschichte, sondern über die Geschichte dieses Landes“, sagte der 53-Jährige.

Der Golden-Globe-Gewinner, der durch seine Rolle in „Fight Club“ bekannt wurde, ist derzeit als ruchloser Tech-Millionär in „Glass Onion: A Knives Out Mystery“ zu sehen. Die Fortsetzung von „Knives Out: Mord ist Familiensache“ mit Daniel Craig in der Rolle des Detektivs Benoit Blanc ist seit Tagen auf Platz eins bei Netflix.