Berlin - Immer wieder bleibt die Kamera an Zetteln hängen: „Zahnprothese gefunden“, „Steuererklärung im Sturm verloren“, „Ich würde dich so gern küssen“. Es sind die Zettel von Berlin, Joab Nist klaubt sie seit über zehn Jahren von Ampeln, Laternen oder Treppenhäusern. Er veröffentlicht sie in seinem Blog „Notes of Berlin“, es gibt sie als Abreißkalender, auch ein Buch mit den höchst unterhaltsamen, lustigen auch poetischen Zetteln ist erschienen. Die „Notes of Berlin“ sind so bekannt geworden, weil sie den Spirit der Stadt einfangen. Weil in vielen der Zettel Geschichten stecken, ganze Leben gar. Das hat auch die Filmregisseurin Mariejosephin Schneider erkannt, die aus den Zetteln von Berlin einen Film gemacht hat. Es ist ein Episodenfilm, was sonst. Ein Film über skurrile Berliner Gestalten, über den wilden, unfertigen, schäbig-schillernden Geist der Stadt. Ein Film über Freigeister, Trauernde, Ängstliche, Suchende. Ein Film über das Zusammenleben in der großen Stadt, wie es sich in lauter kleinen Augenblicken manifestiert.

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