Unter den metaphysischen Science-Fiction-Hits der Postmoderne war „Blade Runner“ die schwere Sinfonie und „Matrix“ das eingängige Popalbum. Wie eingängig, brachen die Wachowskis zum Ende des Jahrtausends noch einmal auf einfache Formeln herunter, was als poststrukturalistische Realitätsdebatte bereits zum Abiturwissen gehörte: Wenn auf der Leinwand verkündet wurde, die Wirklichkeit gebe es gar nicht, machte es Spaß, sich vorzustellen, wie ein Jean Baudrillard im Publikum seinen Platznachbarn anstieß und flüsterte: „Siehst Du – das hab’ ich doch immer gesagt!“ Und dann war da diese etwas messianisch vorgebrachte Botschaft über die Unmöglichkeit einer freien Willensentscheidung in einer entmenschlichten Welt. Jeder, der „Die unendliche Geschichte“ gelesen hatte, verstand ihre düstere Warnung. Das war es dann wohl mit Michael Endes „Tu was Du willst“.

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