Michael und Dina sind ein Paar und tun, was Paare so tun. Zum Beispiel legen sie die Lippen ihrer offenen Münder aufeinander, lassen ihre Zungen miteinander spielen und schmecken den Speichel des anderen. Aber ist das ein leidenschaftlicher Kuss, oder ist das eher die gelungene Darbietung eines solchen? Mal abgesehen davon, dass es ein Filmkuss ist und die beiden Figuren durchaus Vergnügen aneinander haben könnten, ist es ein Kuss auf der Metaebene. Denn eigentlich geht es dem jungen Arzt Michael und der Schauspielerin Dina darum, mit ihrer Performance ein Zugabteil ganz für sich zu beanspruchen, und das funktioniert ganz gut, wenn man sich leidenschaftlich knutscht. Bei jedem Halt neu. Wer will da schon stören? Die Zugfahrt dauert sechs Stunden.

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