Berlin - Fotografie ist die Wahrheit, lautet der berühmte Merksatz aus Jean-Luc Godards Film „Der kleine Soldat“ von 1960. Und der Film, heißt es weiter, sei die Wahrheit, 24 Mal in der Sekunde. Was oft als emphatisch-aufklärerisches Versprechen der Filmkunst aufgefasst worden ist, enthielt stets auch eine große Portion Skepsis. Kaum ein Filmemacher hat seinem Medium so sehr misstraut wie der französisch-schweizerische Regisseur Jean-Luc Godard, der in seinem heterogenen Gesamtwerk immer wieder auch die Formen der visuellen Wahrnehmung und das Kino selbst infrage gestellt hat.

Dem Misstrauen in die eigenen Hervorbringungen genügend Raum zu lassen, ist eine wichtige Voraussetzungen für die Erzeugung von Kunst, und die 24 Mal in der Sekunde aufscheinende Wahrheit gerät dabei oft mit der Trägheit der Sinne und des Bewusstseins in Konflikt.

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