Wahrscheinlich hätte William Hurt die Rolle, die ihm einen Oscar und den Darstellerpreis in Cannes eintrug, heute gar nicht mehr bekommen. In „Der Kuss der Spinnenfrau“ spielte er einen jungen Mann, den man wegen seiner Homosexualität in ein südamerikanisches Gefängnis sperrt. Während man seinerzeit heterosexuelle Schauspieler für die Kunst der Anverwandlung rühmte, sind solche Besetzungen heute umstritten. Für William Hurt aber blieb Schauspielerei genau das: die Kunst der Verkörperung all dessen, was eben nicht schon auf der eigenen Oberfläche schimmert.

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