Weglaufen ist das letzte Mittel. Kinder tun es, wenn sie ihr Zuhause als unerträgliche Überformung ihres So-und-nicht-anders-Seins empfinden. Und nicht nur Kinder tun es: In Hans-Christian Schmids Film „Was bleibt“ ist es die Mutter, die wegläuft. Gitte (Corinna Harfouch) hat dreißig Jahre lang das Standesleiden einer Frau des vergangenen Großbürgertums gepflegt – ein nie stichhaltig diagnostiziertes Leiden zwischen Manie und Depression. Jahrelang war sie, wie es so heißt: „eingestellt“. Nun aber, da ihr Mann (Ernst Stötzner) mit sechzig Jahren seinen erfolgreichen Verlag verkauft hat, will auch sie frei sein und setzt die Medikamente ab.

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