Kirill Petrenko ist nicht der erste, der für Mahlers Wille keine musikalischen Argumente findet.
Foto: Stephan Rabold

Berlin - Gustav Mahlers Sechste Symphonie ist berühmt wegen ihrer düster monumentalen Aussichtslosigkeit, ihrer Märsche und ihrer klanglichen Bizarrerien wie Hammer und Almglocken innerhalb eines riesigen, blockhaften Orchesters. Die markanteste interpretatorische Entscheidung des Dirigenten ist jedoch in jenem Satz zu treffen, der von dieser Sphäre am weitesten entfernt ist, dem langsamen. Ist dieses Andante moderato lediglich ein Intermezzo wie das Adagietto der Fünften oder die Nachtmusiken der Siebenten? Oder dürfen die seelischen Zwischentöne dieses Satzes und seine enormen Entwicklungen sich ausbreiten wie in Mahlers Adagio-Sätzen? Die Spieldauer liegt je nachdem zwischen zwölf und zwanzig Minuten.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.