Dresden/Berlin-Offensichtlich weiß die Familie des Berliner Kunstsammlers und einstigen Beuys-Vertrauten Heiner Bastian Dankbarkeit zu schätzen. Sächsische Dankbarkeit. Vor drei Jahren vermachten die Bastians bereits den Chemnitzer Kunstsammlungen 200 Bildwerke, darunter von Picasso, Rauschenberg, Gerhard Richter, Luc Tuymans. Damals betonte Bastian, man könne gar nicht genug tun für die ostdeutschen Kunstmuseen und deren Publikum, um die Lücken des Kalten Krieges und die lange Isolierung vom internationalen Kunstgeschehen bis 1989 zu schließen.

Gerade haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bekannt gegeben, dass ihr Kupferstich-Kabinett von Heiner, Céline und Aeneas Bastian Konvolute des Künstlers Joseph Beuys (1921–1986) bekommt, als Dauerleihgabe, verbunden mit Schenkungen. Der Filz-, Fettecken-, Honigpumpen- und Wachs-Schamane war einer wichtigsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Er setzte sich mit Fragen des Humanismus, der Sozialphilosophie und Anthroposophie auseinander, brachte seine spezifische Definition eines „erweiterten Kunstbegriffs“ und der „Sozialen Plastik als Gesamtkunstwerk“ ein, forderte seit den Siebzigern ein kreatives Mitgestalten der Gesellschaft und Politik.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.