Berlin - Dunkelgrün und ein bisschen düster schirmt eine alte Eibe (Taxus baccata) meinen Schrebergarten zur Straße hin ab. Sie steht da schon sehr lange, vielleicht seit Gründung der Kolonie im Jahr 1946. Eiben werden steinalt, 800 Jahre und mehr. Erwachsen sind sie mit 15 bis 30 Jahren, jedenfalls bilden die weiblichen unter ihnen erst dann ihre himbeerroten, etwas seltsam geformten Früchte aus. Meine Eibe ist im Sommer ein ruhiger Hintergrund für den bunt blühenden Rasen, im Winter belebt ihr Grün das kahle Geäst dieser Gartenecke.

Tiere mögen sie auch, als ich neulich ein Eichhörnchen hineinklettern sah, vertrieb es eine empört davonflatternde Amsel. In einem Park beobachtete ich neulich einen Fuchs, der Eiben-Beeren naschte. War er jung und dumm? Oder einfach geschickt genug, nicht auf die Samen zu beißen? Denn das pinke Fruchtfleisch ist als einziger Teil dieser Pflanze nicht hochgiftig. Ich fand in einem Naturkochbuch sogar ein Rezept für Eibenbeeren-Kompott. Aber probieren Sie das NIE! Wer weiß, ob nicht doch eine Nadel oder ein Kern in den Kochtopf rutscht. Eiben sind Killer, zumindest für Menschen und viele Weidetiere.

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