Klopapier haben die einen im Überfluss und die anderen gar nicht. Die einen nutzen es deshalb auch gern kreativ - zum Beispiel als Ballersatz beim Jonglieren mit dem Fuß.
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BerlinDarf man das - Lachen in Zeiten von Corona? Ja unbedingt! Soziale Plattformen platzen im Moment geradezu vor Corona-Witzen und ulkigen Beschäftigungstipps. Einige schräge Beispiele:

Umsatteln

Weil manche Jobs einfach nicht von zu Hause gemacht werden können, sucht sich der ein oder andere eben Ersatz. So auch Fußballkommentator Robby Hunke. Auf Twitter hat er unter dem Stichwort #KommentatorInQuarantaene Videos hochgeladen, in denen er mal den Straßenverkehr vor seinem Fenster, mal die morgendliche Wahl seiner Kleidung oder das Verhalten von Fußgängern kommentiert, denen er aus seinem Fenster einen Ball vor die Füße wirft. «Stark gestoppt, super Ballannahme», legt Hunke etwa los, als einem leicht verdattert wirkenden Fußgänger der Ball vor die Füße plumpst. Als der Mann schließlich daran scheitert, den Ball zurück in eines der oberen Stockwerke zu werfen, kommentiert Hunke: «Ahh, das ist mir zu schwach! Das funktioniert noch nicht, ist mir auch zu wenig Arbeit gegen den Ball.»

Tun, was man am besten kann

In Hamburg bleiben Kreative kreativ und tun, was sie am besten können. Musical-Sängerin Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck, Sänger der Kinderlieder-Band „Deine Freunde“, haben im Hausarrest binnen von nur zwei Tagen ein Mini-Musical aufgenommen. Unter dem Motto „Wir sind nicht systemrelevant“ singen und tanzen sie sich durch die eigenen vier Wände. Unterstützung gab es aus der Ferne - von 40 Künstler-Kollegen, denen genauso langweilig ist. „Sie haben uns ihre Gesangstimmen fürs große Finale als Video geschickt“, so Nimscheck.

Feierabendgetränke

In Zeiten der Corona-Pandemie ist das einsame Feierabendbier ein Gebot der Sicherheit. Einen Scherz hat sich daraus ein Instagram-Nutzer gemacht: «Danke, dass ihr gekommen seid», sagt der junge Mann und hebt sein Weinglas: «Chin Chin, Leute!» Der Haken an der Sache: Er ist allein und prostet nur sich selbst zu - und zwar in den zahlreichen Spiegeln seines Badezimmers. Ein anderer Nutzer postet auf Twitter seine Abendpläne: «Ich habe in jedes Zimmer 2 Bier gestellt. Heute Abend mache ich eine Kneipentour.»

Kicken mit Klopapier

Jetzt eine Runde kicken, das wär's - denken sich wohl viele in ihrer häuslichen Isolation. Problem: Nicht nur der Bolzplatz fehlt, auch einen Ball haben nicht alle zu Hause. Klopapier hingegen schon (zumindest die meisten). Kicken mit Klopapierrollen rangiert momentan bei den Corona-Scherzen im Internet ganz weit oben. Angeblich hat Weltfußballer Lionel Messi die Sache angestoßen. Sind die Stadien geschlossen und die Fußball-Profis in der Pause, muss man eben erfinderisch werden. Die Aufgabe: Wer hält die Rolle am längsten in der Luft?

Routinen

Angewohnheiten aus dem Büroalltag beibehalten - diesen Rat gibt so mancher Artikel für gutes Arbeiten im Home Office. Auf Twitter ist das Bild eines Mannes zusehen, der sich das offensichtlich zu Herzen genommen hat: Wie auf dem täglichen Arbeitsweg mit der U-Bahn hält sich der Mann an einer Stange fest, schaut auf sein Handy und hat seine Kopfhörer in den Ohren. Erst beim zweiten Hinsehen fällt auf: Der Mann steht gar nicht in der U-Bahn, sondern im Badezimmer. Die Stange, die er umklammert, ist die des Duschvorhangs vor der Badewanne. In dem Kommentar zu dem Foto steht: «Kollege auf dem Weg ins Home Office.» (mit dpa)