Gefangen in den quälenden Routinen seines freudlosen Alltags tut der Erzähler, was ein Student der Literaturwissenschaften tut: Er geht in die Bibliothek. 
Gefangen in den quälenden Routinen seines freudlosen Alltags tut der Erzähler, was ein Student der Literaturwissenschaften tut: Er geht in die Bibliothek. 
Foto: Studio Hans Lucas

Berlin -  Knud Romer setzt in einem zweiten Roman „Die Kartographie der Hölle“ seine Lebenserzählung fort, die er 2007 mit „Wer blinzelt, hat Angst vor dem Tod“ begonnen hat. Der 1970 geborene Autor ist wie sein Protagonist als Sprössling einer deutsch-dänischen Familie auf der Insel Falster aufgewachsen. Dort, wo die Nächte so dunkel sind, „als hätte man dir die Augen ausgestochen“. Im Grunde ist Romers Schreiben ein Heraustasten aus dieser Dunkelheit und ein Sehnen nach ihr. Der Einzelgänger studiert Literaturwissenschaft, erkennt bald, dass es sich um ein Missverständnis handelt, wollte er doch mit kunstreligiöser Hingabe in Dichtung hineintauchen, anstatt sie zu reflektieren und in tote Begrifflichkeiten einzusargen.

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