Der Kater ist im Stress. Auf den Hinterhofdächern haben sich Tauben breitgemacht, die ihn durch das Fenster des Berliner Zimmers provozieren. Eine trippelt genau so auf dem Schornsteinrand hin und her, dass er es von seinem Sofaplatz aus sehen muss. Er duckt sich hinter ein Kissen und gibt von dort aus keckernde Jagdlaute von sich, sein Schwanz peitscht das Polster. 

Das graue Flattervieh kann von Glück sagen, dass es so weit weg ist, denkt er sich vielleicht, aber viel Zeit zum Denken hat er nicht, weil wie aus dem Nichts eine weitere Taube direkt auf dem Blech vor dem Wohnzimmerfenster landet. Der Kater erstarrt, duckt sich noch tiefer, keckert konzertreif, und in dem Moment, in dem der Vogel sich davonmacht, um einen wirtlicheren Platz zu suchen, schießt der Kater nach vorn und stößt mit dem Kopf von innen ans Fensterglas. 

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