Berlin - Vieles von dem, was wir so tun, tun wir ohne groß darüber nachzudenken. Moral- und Wertvorstellungen sind tief ins Unbewusste abgesunken und bestimmen von dort aus unser Handeln und Sinnen, ohne dass unsere aktuelle Beteiligung notwendig wäre. Wir wundern uns zu wenig über unsere blinden Abwehrreflexe und ertappen uns zu selten bei eintrainierten Eigenheiten. Wir sind, was wir tun und denken. Es scheint unserem Geschmack und Willen zu unterliegen, ist aber oft nur das Produkt von Trends, Konventionen und anderen Einflüssen. Wir glauben, Regisseure unserer Auftritte und Selbstinszenierungen zu sein und erfüllen doch zumeist nur Verhaltensmuster.

Solche Automatismen ersparen einerseits eine Menge Energie und Zeit, weil man zum Beispiel beim Gehen nicht vor jedem Schritt darüber ins Grübeln gerät, welcher Fuß wohl aus welchen Gründen als nächster zu setzen wäre. Andererseits kann es nicht schaden, bewusst einen Schritt zur Seite zu treten, ein solches Verhaltens- oder Denkmuster zu registrieren und zu bewerten.

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