Berlin - In seinem Gedicht „La vue“ (1904) beschreibt Raymond Roussel eine Diorama-Landschaft im Innern der als Lupe dienenden Glaskugel seines Füllfederhalters und schildert in zahllosen Einzelheiten die Ereignisse dieser im Instrument seines Schreibens enthaltenen Welt. In seinem Roman „Fluchtplan“ stellt sich der argentinische Schriftsteller Adolfo Bioy Casares eine lediglich gezeichnete Landschaft vor, die durch eine Veränderung der Sehnerven sichtbar und räumlich erlebbar wird.

Nachdem die unbeschwerte Zeit zwischen zwei Corona-Wellen zu Ende gegangen ist und unsere Beziehung zur Welt mehr denn je von der Wahrnehmung in die Repräsentation übergeht, frage ich mich, welche Beziehung zur Stadt ich mit mir, in mein Inneres, meine Isolation nehmen werde?

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