Für die Heimunterbringung eines gebrechlichen Menschen steuert die Pflegeversicherung maximal 2000 Euro bei. Hinzu kommt die Rente oder Grundsicherung des Pflegebedürftigen. Höhere Kosten müssen von Kindern aufgebracht werden. Allerdings liegen die Freibeträge hoch, auch wird ein selbstbewohntes Eigenheim nicht zum Vermögen gerechnet, und man kann die Zahlungspflicht ziemlich leicht umgehen.

Hier ein Beispiel: Einer meiner SPD-Freunde – ein finanziell gutgestellter IG-Metall-Funktionär – sollte trotz studierender Kinder mit 400 Euro monatlich für seine altersschwache Mutter aufkommen; flugs rechnete er sich arm, indem er einen neuen Mercedes auf Pump kaufte und „Schulden“ geltend machte. Stolz erklärte er mir: „Bin ich denn blöd!? Soll doch der Staat zahlen!“