Georg Friedrich Händels „Semele“ sollte das Regiedebüt der Choreographin und Regisseurin Laura Scozzi an der Komischen Oper werden. Doch nach einer Woche musste die Regisseurin aus gesundheitlichen Gründen die Arbeit abbrechen, und Hausherr Barrie Kosky übernahm, obwohl er das Stück, wie er sagt, „nicht wirklich“ kannte. Die szenische Idee, die Scozzi mit ihrer Ausstatterin Natacha Le Guen de Kerneizon entwickelt hatte, übernahm Kosky: Die „Semele“ spielt in einem ausgebrannten Barocksaal, schwarz, verkohlt, zerbröselt, die Titelheldin entsteigt zu Beginn einem Aschehaufen – ihrer eigenen Asche.

Semele ist die Geliebte Jupiters. Um die Zweisamkeit zu stören, flüstert Jupiters Gattin Juno der Semele in falscher Gestalt ein, sie solle Jupiter bitten, ihr in seiner wahren Gestalt zu erscheinen. Bekanntlich überleben Sterbliche das nicht, deshalb die Verkleidungen als Stier, Geld oder normaler Mensch. Jupiter nähert sich Semele auf ihren Wunsch als Blitz, sie zerfällt zu Asche.

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