Berlin - Seit seinem einhellig verrissenen Biogasanlagen-„Tannhäuser“ diesen Sommer in Bayreuth sind die Aktien des Regisseurs Sebastian Baumgarten rapide gefallen. Wer ihn bislang für einen interessanten und begabten Regisseur hielt, wollte sich vielleicht gegen Enttäuschung absichern und ist erst gar nicht zu seiner „Carmen“ in die Komische Oper gekommen. Dass der Auftritt des Regisseurs nach der Premiere am Sonntag ohne jedes „Buh“ über die Bühne ging, stattdessen über dem eher dünnen Applaus sogar noch das ein oder andere trotzige „Bravo“ zu vernehmen war, ist schwer zu erklären, wenn man nicht annimmt, dass hier neben der schweigenden Masse nur noch die Baumgarten-Fans im Publikum saßen. Oder sollte das Fehlen von Widerspruch auf Qualitäten der Inszenierung zurückzuführen sein?

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