Schön war’t jewesen bei Marianne Faithfull. Darf man so lokaljovial sagen, denn die Künstlerin selbst reklamiert gleich zu Beginn des Konzerts die Stadt für sich. „Dies ist meine Stadt, wirklich,“ begrüßt sie mit ausgebreiteten Armen die gut zweieinhalbtausend Berliner im voll besetzten Tempodrom. Ihre Mutter, Tochter einer ungarischen Jüdin, habe hier zur Weimarer Zeit Ballett studiert und getanzt, bevor sie zu ihrer Familie nach Wien geflüchtet sei, „weil sie dachten, da wären sie sicher vor den Nazis“, lacht sie mit beiläufigem Sarkasmus. „Aber was soll ich sagen“ – sie zuckt mit den Achseln – „sie haben überlebt, dank meines Vaters, der ein englischer Spion war.“

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