Zunächst ist er nur ein Videobild auf der Bühnenleinwand: Die erste Viertelstunde seines Konzerts verbringt Ariel Pink im Backstage-Bereich und singt seine Lieder aus vollem Halse von dort. Während seine Begleiter von der Haunted-Graffiti-Band mit hoher Kompetenz den an der Oberfläche durchaus oberflächlich wirkenden, aber tief drunten und drinnen natürlich total vertrackten Lo-Fidelity-Synth-Kirmes-Pop ihres neuen Albums „Mature Themes“ zur Darbietung bringen, lässt der Bandleader sich wie ein dazu karaokesingender Solokünstler per Videokamera übertragen, welche von seiner Ex-Freundin Geneva Jacuzzi in sachangemessen wackliger Weise gehalten wird. Und als er dann doch leibhaftig in den ausverkauften Saal tritt, tummelt er sich – während die Videokamera nun das selbsterzeugte Bild auf der Leinwand abfilmt und wieder auf diese überträgt und damit an Musikfernsehsendungen der Siebzigerjahre erinnernde Effekte erzeugt – am liebsten drunten im Publikum; so als wolle er beim Vor-die-Öffentlichkeit-treten sich gleichsam vor dieser in ihr verstecken.

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