Raketen, Konfetti, bunte Lampen, Leuchtarmbänder und in Brexit-Zeiten eine große Botschaft für Zusammenhalt: Die britischen Pop-Rocker von Coldplay gaben am Abend im Rahmen ihrer "A Head full of Dreams"-Tour eines von drei Deutschland-Konzerten im Berliner Olympiastadion.

Ganz ausverkauft war die Arena nicht, aber mehrere zehntausend Fans hüpften, sangen und kreischten bis in die Oberränge, als die vier Musiker um 21 Uhr begleitet von Farbfontänen auf die Bühne stürmten. "Guten Abend, meine Freunde", brüllte Frontmann Chris Martin ins Mikrofon - und auch die letzte Reihe unterm Dach stand.

Die Briten brachten das Publikum zum Leuchten: Am Eingang wurden Armbändchen verteilt, die dann vom Lichttechniker aktiviert werden konnten. Sie leuchteten dann im Takt der Musik, wie tausende Glühwürmchen.

Will Champion: "Berlin ist eine kreative Stadt"

"Berlin ist eine kreative Stadt", sagte Schlagzeuger Will Champion vor dem Auftritt zur Berliner Zeitung. "Wir lieben viele Bands, die hier fantastische Platten gemacht haben: U2, Bowie oder Nick Cave and the Bad Seeds."

Doch der Drummer schlug auch nachdenkliche Töne an, vor allem nach der Situation in seiner Heimat Großbritannien gefragt: "Wir waren in Amsterdam, als die Nachricht vom Brexit kam. Das Votum war ein Schock. Es war seltsam, gleichzeitig unsere Shows in Europa zu spielen. Wir waren beschämt, es ist aktuell keine gute Zeit, um Engländer zu sein." 

(sil./dpa)

Eine ausführliche Rezension vom Konzert und das ganze Interview mit Schlagzeuger Will Champion und Bassist Guy Berryman lesen Sie am Donnerstag unter www.berliner-zeitung.de