Gary Numan ist in vielerlei Hinsicht ein Pionier. Ende der Siebziger ersetzte er als erster globaler Popstar die Gitarre durch den Synthesizer. Er etablierte den Kajal als Standard-Accessoire in der Gothic-Mode. Und er ist der bisher einzige Popmusiker, der einen Nummer-eins-Hit („Cars“ aus dem Jahr 1980) auf Autohupen nachspielte – in einem Werbespot für Autobatterien.

Man könnte Gary Numan also den Duracell-Hasen des Synthiepop nennen. Als ähnlich dauerhaft hat sich auch seine Karriere erwiesen. Während andere Musiker seiner Ära ihre Comebacks erst im Zuge der Retro-Mode der vergangenen Jahre erlebten, datiert Numans Revival schon auf Mitte der Neunziger, als Nine Inch Nails und Marylin Manson mit der sandgestrahlten, schwermetallbelasteten Variante seines unterkühlten Elektropop Stadien füllten. Die Musiker der MTV-Industrial-Ära haben ihn früh als Legende geeehrt.

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