Berlin - Diese Musik ist gereift, ohne vergessen zu haben. Man kann sie auch als weise bezeichnen – so beglückend geschichtsbewusst und lebendig, altersgerecht sentimental und in die Zukunft gewandt war das triumphale Konzert, das New Order am Donnerstagabend im Tempodrom gaben. Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren war die Band aus Manchester wieder in Berlin zu erleben; zum ersten Mal auch seit der hässlichen Trennung von ihrem prägenden Bassisten Peter Hook und der vorübergehenden Auflösung Mitte des letzten Jahrzehnts. Neue Lieder gab es nicht zu hören, und doch hatte man in keinem Moment das Gefühl, einem Oldie-Abend, einem Museumskonzert beizuwohnen: So frisch sind immer noch die Klänge und Beats dieser Gruppe, so kraftvoll ist ihr Wille geblieben, sich unentwegt zu erneuern in der Besinnung auf die eigene Herkunft und Geschichte.

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