Die südkoreanische Boygroup Bangtan Boys.
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Berlin/LondonDie international gefeierte südkoreanische Boygroup Bangtan Boys (kurz: BTS) will gemeinsam mit Kunstinstitutionen wie dem Berliner Gropius Bau die Verbindung von Kunst und Musik neu definieren. Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Baus, stellte das Projekt am Dienstag in London als Teil eines internationalen Kuratorenteams vor.

Seit 2013 haben sich die Bangtan Boys („Idol“) nicht nur eine riesige Gemeinde oft jüngerer Fans erspielt, sondern sind auch bereits mehrfach für ihr soziales Engagement ausgezeichnet worden. Das Magazin „Time“ listete BTS 2019 unter den 100 einflussreichsten Personen, der „Rolling Stone“ schrieb von einer „Eroberung des Westens“.

Offizielles Musikvideo zu „Idol“ der BTS.

Video: YouTube

Dem „Connect, BTS“ genannten Projekt schreibt die Band in einer Mitteilung besondere Bedeutung zu, „weil es uns in unserer Unterschiedlichkeit „verbindet“ und eine gemeinschaftliche, positive Botschaft kreiert“. Auf der Internetseite zum Projekt sind Videos der Band zu den Kunstwerken zu sehen. Aus Sicht des künstlerischen Leiters Daehyung Lee bieten die zeitgenössischen Künstler und Kunstprojekte „vielfältige Antworten auf die Welt, in der wir leben“.

Gropius Bau: Performance-Arbeiten von mehr als 17 internationalen Künstlern

„Connect, BTS“ präsentiert in Berlin, Buenos Aires, London, New York und Seoul Arbeiten unter anderem des britischen Bildhauers Antony Gormley, des argentinischen Performance-Künstlers Tomás Saraceno, der britischen Licht-Gestalterin Ann Veronica Janssens, des dänischen Installationskünstlers Jakob Kudsk Steensen und der koreanischen Videokünstlerin Yiyun Kang.

In Berlin zeigt der Gropius Bau von diesem Mittwoch bis zum 2. Februar mit „Rituals of Care“ eine Reihe mit Performance-Arbeiten von mehr als 17 internationalen Künstlern wie Jelili Atiku, boychild, Cevdet Erek, Marcelo Evelin oder Maria Hassabi. Angekündigt sind neben experimentellen Choreografien und Klanginstallationen auch Heilungspraktiken und interdisziplinäre Arbeiten, die notwendige Bedingungen für gemeinsames Handeln und Schützen der Umwelt ausloten.

Evaporated Landscapes von Mette Ingvartsen wird bei „Rituals of Care“ im Gropius Bau zu sehen sein.
Foto: Tania Kelley

Rosenthal zeigte sich für den Gropius Bau erfreut, von der Band zu „Connect, BTS“ eingeladen worden zu sein. „Wir haben dadurch die Möglichkeit, ein Projekt zu realisieren, das im Zentrum unserer Vision steht“, sagte Rosenthal der dpa. Die Arbeiten seien „eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Themen besonderer aktueller Dringlichkeit, wie Land und das Anthropozän, Gewalt und Reparatur“.