Eine Geschichte, ein Erzähler, ein Trommler und ein Publikum. Das ist Pansori. Fünf Stunden kann eine Aufführung dauern. Es ist eine wohl nicht nur für uns gewöhnungsbedürftige Kunst. Der Erzähler ist ein Sänger. Sein Gesang kennt Wohllaut und Krächzen. Das Überkippen der Stimme, ihr röchelndes Verschwinden und ihr auftrumpfendes Wiederauftauchen ist in langen, langen Jahren mit acht täglichen Übungsstunden pro Tag mühsam antrainiert worden.

Immer zusammen mit der Geschichte. Von denen gibt es „klassisch“ nur fünf. Am Freitag gab es im Ufa-Fabrikgelände, eine komplette Aufführung von „Jeokbyeokga“ (Das Lied vom roten Felsen), eine Kriegsgeschichte aus dem alten China. Ausgangspunkt ist „Die Geschichte der Drei Reiche“, ein klassischer chinesischer Roman aus dem 16. Jahrhundert, dessen Fassung aus dem 17. Jahrhundert sich bis heute in ganz Asien – auch in einer Fülle von Videospielen – großer Beliebtheit erfreut.

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