Wieder wurde beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ein Mitarbeiter undurchsichtiger Machenschaften überführt, wieder gab es eine sofortige Freistellung und wurde ein Hausverbot verhängt, wieder ist die Rede von einem Skandal. Hat sich beim MDR denn gar nichts geändert? Eines immerhin ist neu: Fehlverhalten wird sanktioniert statt ignoriert oder vertuscht. Es geht um Reinhard Mirmseker, den Chef von MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt. Jedenfalls war er das bis Dienstag. Da war er seinen Posten Knall auf Fall los. Die Sache liegt beim Personalrat, die (fristlose) Kündigung dürfte Formsache sein. Vorgeworfen werden ihm keine strafrechtlich relevanten, wohl aber arbeitsrechtliche Verstöße. Von Unregelmäßigkeiten bei Auftragsvergaben ist die Rede und davon, dass er gegen die Dienstregeln verstoßen habe, Firmenbeteiligungen und Nebentätigkeiten offenzulegen. Ein wirtschaftlicher Schaden sei nicht ersichtlich, heißt es, doch das hieß es schon oft.

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