Mit diesem Buch durchläuft man als Leser verschiedene Phasen. Das liegt nicht allein daran, dass das wenige Geschehen darin (das Wort „Handlung“ scheint übertrieben) einige Wendungen bereithält. Der eigentliche Grund lässt sich in der Schreibweise des Autors finden. Jan Peter Bremer stiftet mit „Der junge Doktorand“ zur Selbstbefragung an. Überaus geschickt inszeniert er ein Kammerspiel, bei dem Selbst- und Fremdbilder aufeinandertreffen. Im Verlauf steht die Leserin als unsichtbare vierte Person dazwischen. Das macht die große Wirkung des schmalen Romans aus.

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