Roter Teppich wieder aufgerollt: Das Filmfestival Cannes wird nicht stattfinden - jedenfalls nicht zu üblicher Zeit. 
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CannesInfolge der Coronakrise werden international immer mehr kulturelle Events und Projekte abgesagt oder verschoben und kulturelle Einrichtungen geschlossen.

So wird das Filmfestival von Cannes nicht wie geplant im Mai stattfinden. Das teilte der Veranstalter via Twitter mit. Eigentlich sollte die 73. Festival von Cannes vom 12. bis zum 23. Mai laufen. Es würden nun verschiedene Optionen geprüft – eine sei eine Verlegung in den Sommer.

Filmfestival nun im Sommer?

Das kanadische Zirkusunternehmen Cirque du Soleil schickt fast sämtliche Mitarbeiter in den Zwangsurlaub. Betroffen sind 4679 Mitarbeiter und damit 95 Prozent aller Angestellten, wie das Unternehmen mitteilte. Sämtliche 44 Shows des Cirque du Soleil weltweit sind derzeit ausgesetzt. Das Unternehmen habe keine Alternative, als seine sämtlichen Aktivitäten einzustellen, bis die Pandemie unter Kontrolle sei und Artisten, Mitarbeiter und Zuschauer nicht mehr in Gefahr seien, hieß es weiter.

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Das aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus bereits seit rund einer Woche vorübergehend geschlossene New Yorker Metropolitan Museum bereitet sich auf eine Schließung bis Juli und einen Verlust von rund 100 Millionen Dollar (etwa 92 Millionen Euro) vor. Das gehe aus einem Brief hervor, den die Chefs des Museums an die Abteilungsleiter geschrieben hätten, berichtete die New York Times.

Die ebenfalls bereits vorübergehend geschlossene Metropolitan Opera teilte mit, dass die eigentlich bis Mitte Mai angesetzte Saison aufgrund des Coronavirus nun vorzeitig beendet werde. Es werde ein Verlust von bis zu 60 Millionen Dollar erwartet, hieß es. Generaldirektor Peter Gelb kündigte an, auf sein Gehalt verzichten zu wollen.

Film-Großprojekte auf Eis gelegt

Die Pandemie setzt nun auch den Dreharbeiten der „Avatar“-Fortsetzungen ein Ende. Die nächste Drehphase in Neuseeland sei verschoben worden, teilte Hollywood-Produzent Jon Landau mit. In den letzten Tagen wurden zahlreiche Film- und TV-Produktionen auf Eis gelegt. Betroffen sind unter anderem Großprojekte wie „The Little Mermaid“, „The Last Duel“, „Jurassic World: Dominion“ und „The Batman“.

Weil in Deutschland noch immer gedreht wird, wandte sich der Regisseur Markus Goller („25 km/h“) mit einem Appell an die Öffentlichkeit: „Bitte stoppt sofort alle Drehgenehmigungen in Deutschland! Wenn nicht von den Behörden sofort der Riegel vorgeschoben wird, befinden sich alle ProduzentInnen, die gerade drehen, in einem absoluten moralischen und existentiellen Desaster.“ Drehorte, an denen 70 bis 100 Leute eng miteinander arbeiteten, seien ein idealer Hub und ein Fest für jeden Virus. (mit dpa, AFP)