Berlin - Jenseits der nächtlichen Runden mit Ministerpräsidenten und Impfgipfeln im Bundeskanzleramt, die politische Handlungsfähigkeit signalisieren sollen, ist die Obrigkeit um kontrollierte Abläufe bemüht. „Sehr geehrter Herr Nutt,“, heißt es etwa in einem Schreiben der Bundesregierung, das mich Anfang der Woche erreichte. „die Corona-Pandemie schränkt unser aller Alltag ein.“ Ach. Das Schreiben kommt nicht direkt aus dem Kanzleramt, vielmehr hat dieses die Krankenkassen gebeten, es zu versenden. „Drei Masken können Sie kostenlos bis zum 6. Januar 2021 in Ihrer Apotheke gegen die Vorlage Ihres Personalausweises abholen.“

Das habe ich getan. Als Bürger jenseits der Altersgrenze von 60 Jahren war ich dazu berechtigt. Auf meine Frage an den Apotheker, ob denn sichergestellt sei, dass ich bei der nächsten Apotheke nicht noch einmal vorstellig werde, antwortete er, man setzte auf die Redlichkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Bürger.

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