Richard Wagner war vermutlich der einflussreichste Künstler aller Zeiten. Das ist der Eindruck, den man nach der Lektüre von Alex Ross’ Buch „Die Welt nach Wagner“ haben muss: Auf 760 dicht beschriebenen Seiten, denen noch 140 Seiten Anmerkungen und Register folgen, stellt der Musikkritiker des Magazins New Yorker eine einzigartige Wirkungsgeschichte dar.

Das klingt nach viel, ist aber angesichts des ausgreifenden Anspruchs eher knapp: Ross beschränkt seinen Blick nicht auf Europa, nicht auf die produktive Kernzeit des Fin de Siècle, sondern nimmt auch die USA in den Fokus, hier und da gar Lateinamerika, und das bis in die Gegenwart. Es finden sich die umfangreich erforschten Wagner-Auseinandersetzungen Nietzsches, Herzls, Thomas Manns oder Hitlers genau so in diesem Buch wie zumindest hierzulande eher unbekannte Echos bei dem afroamerikanischen Schriftsteller und Bürgerrechtler W. E. B. Dubois oder bei der amerikanischen Schriftstellerin Willa Cather.

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