Das ist ein rechter Paukenschlag: 22 Millionen Euro sollen im Jahr 2016 zusätzlich in die Kultur fließen und den Haushalt der Kulturverwaltung auf 495 Millionen Euro anwachsen lassen. Im folgenden Jahr sollen es 33 Millionen Euro mehr sein als bisher, also insgesamt 508 Millionen Euro. Zählt man die Gelder für Religions- und Wertegemeinschaften (10 und 15 Millionen) dazu, sind die Zahlen noch imposanter. So hat es der Senat am Dienstag beschlossen und der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller verkündet.

„Ein starkes Zeichen für die Kultur“ sei das, lobt sich die Kulturverwaltung am Dienstag in einer Presseinformation selbst, die allerdings nur auf Nachfrage versandt wird. „Ich bin zuversichtlich“, hatte sich Kulturstaatssekretär Tim Renner zuletzt nur knapp, aber stets verschwörerisch lächelnd zu den Finanzverhandlungen innerhalb des Senats geäußert. Das Ergebnis gibt ihm recht. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren erhielt die Kulturverwaltung zwei, vielleicht drei Millionen Euro zusätzlich. Mehr war angesichts des rigiden Sparkurses des Senats nicht drin, trotz der Personalunion Kultursenator/Regierender Bürgermeister. Die Opernstiftung etwa hatte seit 2010 auf die regelmäßigen Tarifzuwächse verzichtet.

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