Geht es um die Lösung von Problemen (und wann ginge es darum einmal nicht), fällt gern auch Albert Einsteins Satz, dass man Probleme „niemals mit derselben Denkweise lösen“ könne, „durch die sie entstanden sind“. Dann tritt allen Einsteins freundliches Schnurrbartgesicht mit dem Heiligenschein aus weißem Haar vors innere Auge, man denkt an die Relativität der Zeit, die man nie verstehen wird, aber die trotzdem ein Fakt ist, und selbst Veränderungsunwillige geben ihrem Herzen einen Ruck und lassen es zu, dass irgendein Schräubchen im Getriebe ausgetauscht, fester angezogen oder womöglich vernickelt wird. 

Dabei liegt in diesem Satz nichts Pragmatisches. Im Gegenteil hebelt er die Idee des Schräubchendrehens als solche aus und heißt einen: Hinsetzen! Nachdenken! Denn Lösungen, die naheliegen, sind, so Einsteins dankenswerter Jahrhunderthinweis, stets Teil des Problems.  

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