Ganz wörtlich sollten wir die Titel dieser Skulpturen keinesfalls nehmen. Hinter ihnen verbirgt sich eine ausgesprochen sinnliche, in Stein, Schichtholz und Bronze materialisierte Variante des berühmten britischen Humors. Trocken abgründig, ein wenig absurd und mit viel Understatement. Bei Tony Cragg, 72, Sohn eines Liverpooler Piloten und Flugzeugkonstrukteurs und einer der kühnsten, innovativsten Bildhauer unserer Tage, heißt das auch dies: eine aus Biomorphem, Tektonischem und Technoidem gemischte Metaphorik. Was der 72-jährige Wahl-Wuppertaler soeben wieder einmal in die Ausstellungshalle der Buchmann-Galerie gestellt hat, ist, wie nicht anders zu erwarten, ambivalent und es triggert unsere Fantasie.

Foto: Michael Richter/Galerie Buchmann T. Cragg/VG Bildkunst Bonn 2021
„Quadruped“, 2018, Bronze

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