Großmutter hätte mir eine Lupe in die Hand drücken sollen. Damals, als ich auf kindlicher Entdeckungsreise in ihrem Schrebergarten herumkroch und mich freilich am allermeisten für die noch viel zu grünen quietsch-sauren Stachelbeeren interessierte, die dann Bauchweh machten. Ich hätte mit dem Vergrößerungsglas stattdessen ein Wunder des Lebens erlebt, wie die beutelartige Blüte gerade aus ihrem Unterleib ein kugeliges Kind gebar, aus dem später ein stattlicher gelb-orangener Kürbis werden würde, nach der Ernte gewürfelt und süßsauer eingelegt. Ich hätte auch nicht die rötlichen Rhabarberstauden übersehen, deren gleichsam „gefaltete“ Blätter gold-bronzen ins Licht krochen und jenen Klingonen-Wesen aus dem Science-Fiction-Film „Star Trek“ ähnlich sind, die ihre Hirnmasse außen auf dem Schädel tragen.

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