Spieglein, Spieglein … Auf der polierten Außenhaut der riesigen Granitschale im Lustgarten tanzen die Strahlen der geizig gewordenen Spätoktobersonne. Die Wasserspiele und die Umrisse des nahen Doms spiegeln sich. Das vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. in Auftrag gegebene, die Naturphänomene Licht und Schatten einfangende 75-Tonnen-Gefäß entwarf Johann Erdmann Hummel (1769–1852), Maler an der Berliner Kunstakademie. Der Hof-Steinmetz Cantian schnitt es aus einem einzigen Steinbrocken, und 1831 wurde es vor Schinkels Altes Museum gesetzt. Das einer Taufschale gleichende Monument galt damals als „Biedermeierweltwunder“. Die Reflexionen des Lichtes hatte Hummel auf den Bildern akribisch vorgegeben.

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