Berlin-Seit Dezember war in Museen und Galerien das Licht aus. Nun darf es wieder angeknipst werden. Allerdings klingen die Auskünfte aus dem Berliner Ausstellungswesen noch recht verhalten. Die Enttäuschungen der letzten Monate und die wachsende Ungeduld paaren sich mit Vorsicht. Zu verwirrend und unkonkret wirken die Verlautbarungen aus der Ministerpräsidentenrunde im Kanzleramt. Am Donnerstag tagte bis zum Abend der Senat und legte die Prioritäten fest. Der Ausstellungsbereich, ob staatlich, kommunal oder privat, rangiert auf Platz drei der Wiederöffnungs-Strategie. Am Freitag gibt dann die Senatskulturverwaltung eine Videokonferenz mit Berlins Museumschefs, den Institutionen und Galerieverbänden. Erst danach kann Klarheit herrschen. Etwa darüber, ob zu den Zeitfenstervergaben auch Negativ-Tests vorgelegt werden müssen.

Dennoch haben wir uns schon einmal umgehört: Die Mitarbeiter der Staatlichen Museen zu Berlin freuen sich, die Wiedereröffnung ihrer Häuser vorbereiten zu können. „Allerdings“, so Pressemann Markus Farr, „ist für uns die Corona-Schutz-Verordnung des Landes Berlin bindend. Danach wird alles ausgerichtet.“  Die Öffnung ist bei den vielen Dauerausstellungen ohne große Hürden möglich. Ganz ähnlich verhält es sich in Häusern wie dem Deutschen Historischen Museum. Im Gropius-Bau wird hinter geschlossenen Türen gerade die lang erwartete Retrospektive der japanischen Avantgarde-Malerin und Happening-Pionierin Yayoi Kusama aufgebaut. Eigentlich sollte die Schau schon zum Highlight des Jahres 2020 werden. Noch mag die Museumsleitung keinen Öffnungstermin nennen.

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