Auf der Grünfläche vor der Tankstalle an der Prenzlauer Allee steht ein schwarzes Metall-Tor, obenauf eine Gestalt in Form einer Silhouette. Sie balanciert in dieser Höhe, scheinbar kinderleicht und angstfrei. Der Anblick, mitten im Stadtgetriebe, macht gute Laune – und gibt Zuversicht. Das ganze Leben,  sagt uns das Werk mit trockenem Humor,  ist immer wieder eine Balanceakt, zumal in einer Stadt, die „dazu verdammt ist, immerfort zu werden und niemals zu sein“, wie Karl Scheffler 1910 schrieb.

Der Bildhauer dieser Arbeit, Hubertus von der Goltz, kam am 20. Februar 1941 in Ostpreußen zur Welt. Er gelangte als Flüchtlingskind in den deutschen Westen, lernte Klavierbauer in Hamburg, studierte in den Sechzigern an der HdK Berlin – und blieb. Nach dem Mauerfall zog er nach Potsdam, gründete mit Freunden das Kunsthaus Potsdam.

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