Berlin - Manche Künstler, manche Architekten begründen ihre Karrieren auf einem einzigen Werk, an dem ihr gesamtes Schaffen gemessen wird. Das gilt auch für Daniel Libeskind, den Architekten des Berliner Jüdischen Museums. Er gewann 1989 mit einem sensationellen Entwurf den Wettbewerb, anfangs war es dabei zunächst nur um eine Erweiterung des Berlin-Museums im ehemaligen Kammergerichtsgebäude gegangen. Aber je höher die Wände wuchsen, desto klarer wurde, dass hier nicht nur ein Anbau, sondern das Haus einer letztlich eigenständigen Institution errichtet wurde. Libeskinds silbern verkleideter Blitz im strengen Kreuzberger Straßenraster, seine rätselhaften „Voids“, also Leerräume, die vielen Erinnerungserzählungen, die er an das Projekt band, erzwangen geradezu die Eigenständigkeit des 1999 begründeten Jüdischen Museums.

Markus Waechter
Ein Blitz schlug ein in Berlin.

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