Berlin - In Walter Benjamins berühmtem Kunstwerkaufsatz sind alle Vokabeln versammelt, die es zur Beschreibung des neuesten Kunstmarkt-Trends bedarf. In dem 1936 entstandenen Text hatte der Berliner Philosoph den Zerfall der Aura des Kunstwerks beschrieben, die aus dessen Originalität hervorgeht. Für Benjamin kein Grund zur Klage. Einer an der Darstellung der faschistischen Regime zu beobachtenden Ästhetisierung der Politik stellte Benjamin die Idee einer Politisierung der Kunst entgegen, die bis heute einen starken Anspruch an jegliche Form des Kunstschaffens richtet. Auch wenn die pure Absicht, politisch sein zu wollen, nicht selten schlechte Kunst hervorbringt, gibt es doch keine Kreativität außerhalb gesellschaftlicher Koordinaten.

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