Der „deutsche Banksy“ feiert seinen 40. mit der „Schimmler-Gemeinde“

Der Street-Art-Maler Schimmler füllt für 24 Stunden die Industriehalle der einstigen Berliner Heeresbäckerei.

Gereifte Street-Art: Maler Schimmler und seine Bilder für die Geburtstagsfete
Gereifte Street-Art: Maler Schimmler und seine Bilder für die GeburtstagsfeteDeniz Saylan

Die internationale „Schimmler-Gemeinde“, darunter Fans aus der Musik- und Filmszene, ist auf dem Weg nach Kreuzberg, zum Kunst-Act in der ehemaligen Berliner Heeresbäckerei, einem Szene-Ort für unkonventionelle Kunst.

Ihr Idol ist Schimmler, ein Künstler, der sich seinen Vornamen spart, der am 17. November 40 Jahre alt wird und in der Straßenkunst/Graffiti-Szene „der deutsche Banksy“ genannt wird. Biografisches ist noch immer nicht bekannt, aber man weiß inzwischen, dass er vor 20 Jahren zu den Rebellen der Street-Art-Generation gehörte und vor allem in Berlin, sein von den Fans geliebtes, von den Behörden ungeliebtes „Unwesen“ trieb. Seine Vorbilder waren Pioniere der Street-Art wie Harald Naegeli, Blek le Rat oder Blu. Schimmler hinterließ, so phänomenhaft wie es heutzutage Banksy tut, farbstarke Spuren, etwa im Berliner Mauerpark, auf S-Bahn-Wagen, an Häuserwänden, alles gestisch expressiv, zeichenhaft, abstrakt.

Die Anonymität bot ihm damals Schutz vor behördlicher Ahndung seiner illegalen, wilden Kunst. Heute ist der einstige junge Wilde längst, da gefragt, im kommerziellen Kunstbetrieb angekommen. Seine Bilder hängen in privaten europäischen Sammlungen. Seine Bildsprache ist zwar noch immer von Chiffren durchzogen, unangepasst an die Norm, nur scheint das anarchische Chaos geordneter, formal strenger. Er wird in Kreuzberg ein NFT-Krypto-Kunstwerk, eine digitales Tableau aus 17 Bildern, via Plattform Foundation.App ins Netz stellen.

Berliner Heeresbäckerei, Köpenicker Str. 16–17, Donnerstag, 17. November, ab 18 Uhr, Schau mit Geburtstagsparty, 24 Stunden lang. Anmeldung unter: sl@businessnetwork-berlin.com