Die Neue Nationalgalerie trägt das gelb-blaue Banner der Ukraine, genauso wie ihre Schwesterhäuser Hamburger Bahnhof und Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel. Das Zeichen der Solidarität ist dieser Tage das erste instinktive Bedürfnis der Berliner Kulturszene, 1200 Kilometer entfernt von uns und doch so nah am Aggressionskrieg Putins gegen das Bruderland Ukraine. Und so beginnt in der gläsernen Oberhalle des Mies van der Rohe-Baus eine 2 Tage -2 Nächte- Mahnwache, initiiert vom Nationalgalerie-Direktor Klaus Biesenbach zusammen mit Anne Imhof und Olafur Eliasson & Studio.

Bei der Symbolik wollen die Staatlichen Museen, viele andere Berliner Kulturinstitutionen und die Initiative „Be an Angel e.V.“ es nicht belassen. Gemeinsam rufen sie die Stadtgesellschaft auf zu einer Spendenaktion für die aus der Ukraine in Berlin angekommenen Kriegsflüchtlinge.  Der Mies' Tempel, mit all seinen weltberühmten Ikonen der Moderne, wird fürs ganze Wochenende verwandelt zu einem sozialen Ort der direkten Hilfe in diesen verstörenden Zeiten, ebenso des Austausches, der Kommunikation, des Beistands  - damit also zu dem, was  Beuys die „Soziale Plastik“ nannte.

In der Halle gibt es ein „offenes Mikrophon“, um zum Kriegsgeschehen zu Flucht und Vertreibung eigene Gedanken, Musik oder Literatur miteinander zu teilen. Bildkünstler*innen, Musiker*innen und Schauspieler*innen werden sich beteiligen. Und spontane Beiträge vor Ort sind hochwillkommen. Hauptanliegen ist es, Geldspenden (in Bar oder mit QR-Code, per Überweisung - mit Spendenbescheinigung) zu sammeln. Außerdem Geräte für die Kommunikation: Power Banks / Akkus, Mobile WIFI Hotspots.

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str. 50 Sa+So, 5./6. März, je 12-24 Uhr