Berlin - Ein Sommer-Geschenk: Die Berlinische Galerie bekommt Bild-Zuwachs, bestehend aus Rausch, Ekstase und dionysischer Lust. Alles Stoff für Lovis Corinths Malerei nach 1900, dem Gipfel seines Erfolgs. Die „Bacchanalen“ wurden ihm quasi noch farbnass aus dem Atelier herausgekauft. Und gern hat der Berliner Maler (1858–1925) sich selbst als sinnbetörter, lüsterner Weingott dargestellt, als Vulkan der Obsessionen – das mythologische Sujet freilich immer changierend zwischen Burleske und Satire.

Wie zu Beginn dieser Woche bekannt wurde, hat das Landesmuseum mit Mitteln von Bund, Land und dem Förderverein Berlinische Galerie für eine ungenannte Summe den „Bacchanten“ erwerben können, die Nummer sieben der insgesamt elf Tafeln des berühmten Zyklus, von dem sechs Bilder längst der Berlinischen Galerie gehören. Dargestellt ist eine lebensgroße tanzende männliche Figur, bekränzt mit Weinlaub und Trauben, bekleidet mit einem Leopardenfell. In der einen Hand hält der Berauschte ein Tamburin, in der anderen den Bacchus-Stab. Ein Leopard zu seinen Füßen folgt den magischen Bewegungen der Insignie.

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