Ein ungewöhnlicher Lebensweg ging am 22. April 1945 in dem alten Turmhaus am Rande des Moritzburger Schlossteiches, nahe dem schon völlig zerbombten Dresden, zu Ende. Hier starb die Zeichnerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz 17 Tage vor der Kapitulation Hitlerdeutschlands, getrennt von der Familie und ihren von den Nazis verfemten Bildwerken.

Die Stuben unterm Dach des Rüdenhofes nahe Schloss Moritzburg, wo einst Sachsenkönig August der Starke und seine Nachkommen die Hunde für die Jagd in den umgebenen Wäldern hielten, waren der altersgebrechlichen Kollwitz’ letztes Domizil, Fluchtort vor den Bomben und ihrer inneren Emigration am Ende des NS-Terrors.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.