Berlin - An der Sigismundstraße, viele künftige Besucher der Neuen Nationalgalerie werden wohl achtlos daran vorbeigehen, wächst ein kleines Efeu, sauber eingegrenzt in einem schmalen Pflanzbeet. Es wirkt fast anarchisch, frisch, grün, frei vor der streng steinernen Wand des monumentalen Podiums, so wie es Ludwig Mies van der Rohe auf seinen Plänen dieses 1968 eingeweihten Meisterwerks der Museums- und Nachkriegsarchitektur gezeichnet hat. Es ist einer der vielen subtilen Kontraste, die nun nach der jahrelangen Sanierung des Baus durch das Berliner Büro Chipperfield Architects deutlich werden. Am Donnerstag übergeben sie den Bau wieder den Staatlichen Museen, im September soll eröffnet werden. Und es ist nur zu hoffen, dass wenigstens Ende Mai noch einige Tage der offenen Tür möglich sind, damit dieses sensationell wiedergewonnene Raum- und Lichtkunstwerk auch ohne Kunst darin von einem breiteren Publikum genossen werden kann.

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