Orte wie diesen muss man in Berlin, zumal in zentraler Lage, inzwischen mit der Lupe suchen. Durch einen unscheinbaren Durchgang eines Sechzigerjahre-Wohnblocks gelangt man in einen Hof, in dem die Zeit still zu stehen scheint. Altes Pflaster, grüner Wildwuchs, Garagen, eine haushohe Wandmalerei mit psychedelischem Motiv im Stil der Siebziger, die vor sich hinblättert, und ein Pavillon – für die Kunst. Denn in diesem Ambiente unweit der Potsdamer Straße hat das Künstler- und Kuratoren-Kollektiv „Frontviews“ vor zwei Jahren seinen Projektraum HAUNT Berlin eingerichtet. Die Macher hinter dem Verein für die Kunst des Zeichnens sind der ehemalige Galerist Jan-Philipp Frühsorge und der Kurator und Künstler Stephan Klee. 

Mit „CHARTA# 1 – Movement and Space“ starten sie nun eine Serie von vier Gruppenausstellungen mit in Berlin ansässigen Künstlerinnen und Künstlern, die sich dem Medium Zeichnung verschrieben haben. Über zwei Jahre sollen die Grenzen und Verschiebungen des Zeichnerischen ausgelotet werden. Mit teils ortsspezifischen Arbeiten. So haben die Österreicherinnen Esther Stocker und Anna-Maria Bogner eine gemeinsame  Arbeit im Erdgeschoss des Pavillons installiert. Vorsicht ist beim Betreten des Raums geboten, denn quer durch die Türöffnung verläuft bereits die erste schwarze „gezeichnete“ Linie: Ein Gummiband.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.