Berlin - Westrhauderfehn hat ein eigenes Schifffahrtsmuseum, obwohl die kleine ostfriesische Stadt gut 60 Kilometer von der Nordseeküste entfernt liegt. Aber in den vergangenen Jahrhunderten gab es hier mehrere Werften, die Transportsegler bauten. Zudem reisten zahlreiche Männer aus dem Ort als Seeleute und Kapitäne auf den Meeren und brachten Souvenirs und Erinnerungsstücke aus aller Welt mit nach Hause. Viele dieser Mitbringsel sind später dem Museum in Westrhauderfehn übereignet worden, das sich auf seiner Internetseite dieser „eindrucksvollen Sammlung“ rühmt.

Aber diese Sammlung könnte sich möglicherweise auch als problematisch entpuppen, wenn einige dieser „Seemannsmitbringsel“ als Kriegsbeute oder Plünderungsgut aus damaligen deutschen Kolonien nach Ostfriesland gelangt sein sollten. Denn auch kleine Regionalmuseen wie das in Westrhauderfehn stellen sich inzwischen die Frage, welche ihrer Exponate einstmals rechtmäßig erworben worden und welche geraubt wurden.

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