Vor etwas mehr als einem Jahrhundert, 1919, gründete sich die Hamburgische Sezession, eine Gruppe von etwa 55 Künstlerinnen und Künstlern, die sich zusammentaten, um gegen den erstarrten Impressionismus, auch Farbfeldtupftechnik genannt, anzutreten, Ausstellungen zu organisieren, mit Vorträgen und Lesungen, und um wilde Feste zu feiern. Zu dieser Gruppe gehörten auch sieben Damen, und eine von ihnen war Alma del Banco.

Ob sie eine Dame war, lassen wir mal außen vor. 1862 geboren, hatte sie mit dreißig Jahren ihre Liebe zur Kunst entdeckt und die renommierte Malschule „Valeska Röver“ für Frauen besucht. Diese wurden natürlich von zwei Herren unterrichtet, Ernst Eitner und Arthur Illies, und zwar an der frischen Luft. Nachdem Alma del Banco, die aus einer wohlhabenden jüdisch-portugiesisch-deutschen Kaufmannsfamilie kam, genug Motive am Hafen, vom Fischfang und der Elbe gemalt hatte, bereiste sie in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg Italien und Frankreich, war begeistert von Matisse und Cézanne und experimentierte mit neuen Formen.

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