Ein Vorfrühlings-Spaziergang in die Weißenseer Bühringstraße 20 ersetzt zwar nicht den immer noch versperrten Museums- oder Galeriebesuch. Aber der Hunger auf Kunst kann zumindest mit einem Blick durch die hohen Foyer-Fenster der Kunsthochschule Weißensee gestillt werden. Dort wartet eine Ausstellung namens „Untitled (No Visitors)“, für die es sich trotz des paradoxen Titels lohnt, sich die Nase an den Scheiben plattzudrücken.

Studentinnen und Studenten des Bereiches Bildhauerei ziehen da soeben ihre Semesterbilanz. Gips, Papier, Kunststoff, Filz, Metall, Holz haben dreidimensionale Gestalt angenommen. Die Former setzen, wie jedes Jahr zu Semesterende, auf ein neugieriges Publikum und öffentliche Bewertung, also darauf, was der Betrachter mit dem jeweiligen Bildwerk anfangen kann. Die Hochschullehrer Hannes Brunner und Ulrike Mohr haben für die unkonventionelle Schau eine Gastkuratorin eingeladen: Ece Pazarbaşı, die in Berlin und Istanbul lebt, wählte zusammen mit zehn angehenden Bildhauerinnen und Bildhauern Arbeiten aus, die „eine Alternative zu unseren heutigen zunehmend hybriden Raumerfahrungen“ sind.

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